Änderungen zum 1. Januar 2010
Die Pfarrei Christus Erlöser hat ihre Verwaltung neu organisiert
Die Verwaltung einer Pfarrgemeinde trägt wesentlich zu einer geordneten Seelsorge bei. In diesem Zusammenhang sind zum 1. Januar 2010 weitere wichtige Entscheidungen für unsere Pfarrei Christus Erlöserin Kraft getreten. Zum besseren Verständnis soll zusammengefasst dargestellt werden, welche Weichenstellungen für die Entwicklung des kirchlichen Lebens in unserem Stadtteil in letzter Zeit vorgenommen wurden.
Mit Urkunde unseres Erzbischofs Dr. Reinhard Marx vom 31. August 2009 wurden die fünf Pfarreien St. Jakobus, St. Maximilian Kolbe, St. Monika, St. Philipp Neri und St. Stephan in Neuperlach bereits am 1. September 2009 zu einer einzigen Pfarrei zusammengelegt. Vorausgegangen war ein mehr als zweieinhalbjähriger Prozess der Vorbereitung mit Vertretern aus den kirchlichen Gremien und den seelsorglich Verantwortlichen vor Ort. Die neue Pfarrei hat den Titel „München – Christus Erlöser, Neuperlach“ erhalten.
Zugleich wurde die auf den Namen „St. Stephan“ geweihte Kirche zur Pfarrkirche der neuen Pfarrgemeinde erklärt. Alle bisherigen Pfarrkirchen bleiben Kirchen unter Beibehaltung ihres Namenspatrons.
Ebenfalls mit Urkunde vom 31. August 2009 hat unser Erzbischof zur Unterstützung der Seelsorge in dieser neuen Gesamtpfarrei die bisher selbständigen Pfarrkirchenstiftungen – nach Anhörung der betroffenen Kirchenverwaltungen – zu einer selbständigen kirchlichen Stiftung des öffentlichen Rechts unter dem Namen „Pfarrkirchenstiftung Christus Erlöser München-Neuperlach“ mit Wirkung zum 1. Januar 2010 zusammengelegt. Die neue Stiftung ist Gesamtrechtsnachfolgerin der aufgehobenen Stiftungen.
Zugleich wurde eine Vereinigte Kirchenverwaltung gebildet, die aus den Mitgliedern der bisherigen fünf Kirchenverwaltungen besteht und bis Ende 2012 im Amt bleibt. Im November 2012 wird eine neue Kirchenverwaltung gewählt.
Auf Grund der Ermächtigung im bischöflichen Dekret gab sich die Vereinigte Kirchenverwaltung eine Geschäftsordnung und setzte einen Geschäftsführenden Ausschuss ein. Dieser besteht aus dem Kirchenverwaltungsvorstand(Pfarrer) und dem Kirchenpfleger sowie jeweils zwei Mitgliedern aus den bisher bestehenden fünf Kirchenverwaltungen. Damit ist gewährleistet, dass die Interessen jedes Kirchenzentrums unmittelbar im Geschäftsführenden Ausschuss vertreten werden.
Dem Geschäftsführenden Ausschuss obliegen die Aufgaben der Pfarrkirchenverwaltung, soweit diese nicht nach der Geschäftsordnung der Vereinigten Kirchenverwaltung vorbehalten sind.
Die Kirchenverwaltungen hatten bereits im Vorfeld Herrn Peter Donath zum Kirchenpfleger der neuen Kirchenstiftung Christus Erlöser für den Rest der Wahlperiode gewählt.
Außerdem wurden für die fünf Kirchenzentren Baubeauftragte bestellt, die sich um den Bauunterhalt der Kirchenzentren vor Ort kümmern, um so die Lasten auf möglichst viele und kompetente Schultern zu verteilen.
Insgesamt umfasst die Verwaltung in unserer neuen Pfarrei alle fünf Kirchenzentren mit den dazugehörigen Büros, die jeweils mit einer Pfarrsekretarin besetzt sind. Die Buchhaltung der Verwaltung ist zentral im Kirchenzentrum St. Maximilian Kolbe zusammengefasst. Die neue Kirchenstiftung ist Trägerin von vier Kindertagesstätten. Diese Einrichtungen in St. Jakobus, St. Maximilian Kolbe, St. Monika und St. Philipp Neri bieten inklusive der integrativen Kindertagesstätte insgesamt 340 Kindern Platz. Die Buchhaltung für diese Kindertagesstätten ist zentral in St. Monika angesiedelt.
Nimmt man alles zusammen, beschäftigt die Kirchenstiftung Christus Erlöser in ihren Einrichtungen ohne das Seelsorgeteam ca. 100 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Haushalt der Kirchenstiftung erreicht ein Volumen von ca. 3,6 Mio. Euro.
Das damit verbundene Arbeitspensum lässt sich nicht mehr allein durch den Kirchenverwaltungsvorstand und den ehrenamtlich tätigen Kirchenpfleger bewältigen.
Um auch der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden und Kontinuität zu gewährleisten, wurde die Stelle einer „Sachbearbeiterin mit Leitungsaufgaben“ geschaffen und mit Frau Rosmarie Riesenberger besetzt. Frau Riesenberger bringt umfangreiche Erfahrung im kirchlichen Verwaltungsbereich mit und ist zugleich kirchlich bestens beheimatet.
Die seelsorgliche Verantwortung liegt natürlich in den Händen des Seelsorgeteams.
Pfarrer Herbert Krist hat als leitender Pfarrer jedoch zugleich die Aufgabe des Kirchenverwaltungsvorstandes. Um ihn und die anderen Mitglieder des Seelsorgeteams von Verwaltungsarbeit zu entlasten, wurde diese neue Struktur geschaffen.
Alle Pfarreimitglieder sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die sich manch bisher Gewohntes durch die beschriebenen Maßnahmen geändert hat, mochte ich auch an dieser Stelle um ihre Unterstützung und konstruktive Mitarbeit bitten. Nur wenn Viele immer wieder bereit sind, sich für die Weitergabe des Glaubens und für die Entwicklung des kirchlichen Lebens in Neuperlach einzusetzen, kann zusammenwachsen, was zusammengehort.



